Dorama-Review: Youkoso, Wagaya e

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[Youkoso, wagaya e ~ Willkommen in unserem Haus]


Kurata Kenta lebt mit seinen Eltern Taichi und Keiko sowie seiner jüngeren Schwester Nana in einem Vorort von Tokyo. Kenta ist relativ schüchtern und traut sich selten für sich oder andere einzustehen. Er arbeitet als Grafikdesigner in einer Firma und wird wahrscheinlich bald gefeuert, da er so wenig Eigeninitiative zeigt. 
Eines abends auf dem Nachhauseweg weist er jedoch einen unbekannten Mann in der U-Bahn zurecht, der sich durch die Menge drängelt sowie unhöflich eine Frau anrempelt. Kenta ist von sich selbst überrascht und eigentlich stolz auf sich, da er sich endlich einmal getraut hat sich für etwas einzusetzen.
Seit diesem Moment ist jedoch nichts mehr wie es einmal war. Kenta wird auf dem Nachhauseweg nicht nur von dem unbekannten Mann verfolgt - ein Unbekannter terrorisiert von diesem Tag an auch seine Familie. Von Graffiti an den Wänden, über herausgerissene Blumen bis zu zerschlitzten Fahrradsätteln müssen die Kuratas in der nächsten Zeit so einiges ertragen. Und es wird immer schlimmer. Kenta beginnt zu ermitteln, ohne jedoch zu wissen, dass dies erst der Anfang ist.

Youkoso, Wagaya e habe ich eigentlich schon geschaut als es letzte Season in Japan im Fernsehen lief. Ich habe mich jede Woche auf die neue Folge gefreut, die letzte Folge jedoch aus irgendeinem Grund vor mir hergeschoben und erst gestern zu Ende geschaut. 



Kenta wird von Arashi's Aiba Masaki gespielt. Ich habe schon lange kein Dorama mehr mit ihm gesehen und so sehr ich Aiba mag, bisher konnte er mich nur in einem Dorama so wirklich überzeugen. Ich war aber sehr positiv überrascht! Er spielt Kenta sehr überzeugend und man merkt wirklich wie sehr er sich als Schauspieler weiterentwickelt hat. Kenta mochte ich jedenfalls sehr gerne.
Sawajiri Erika spielt Asuka, eine junge Journalistin, mit der Kenta sich anfreundet. Diese hilft ihm bei den Ermittlungen rund um die seltsamen Vorkommnisse. Auch sie mochte ich eigentlich ziemlich gerne, auch wenn ich persönlich, wäre ich Kenta gewesen, ein wenig skeptischer ihr gegenüber gewesen wäre. Er vertraut ihr einfach viel zu schnell viel zu sehr, obwohl er sie gar nicht kennt, was ich ein als ein wenig seltsam empfand.
Kentas Schwester Nana spielt Arimura Kasumi, die ich bisher überhaupt nicht leiden konnte, weil sie mir bisher in jedem Dorama auf die Nerven ging. Als Nana mochte ich sie aber eigentlich sehr.


Youkoso, Wagaya e ist ein sehr spannendes Dorama. Es ist sehr mysteriös, da so viele seltsame Dinge passieren und man kann als Zuschauer immer selbst mitraten und eigene Überlegungen anstellen. Jede Folge endet mit einem Cliffhanger, was einen immer zum Weiterschauen drängt, weil man unbedingt wissen will wie es weitergeht. Nach der ersten Folge war ich bereits völlig gebannt und konnte Folge 2 gar nicht erwarten. Es war auch immer sehr lustig und spannend zu lesen und zu diskutieren, was andere so für Theorien und Lösungsideen während des Schauens hatten, da gab es wirklich ein paar kuriose Dinge (von Zwillingsbrüdern bis zu gespaltenen Persönlichkeiten), was das Weiterschauen noch unterhaltsamer für mich gemacht hat.

Allerdings gibt es einen ziemlich großen Nebenhandlungsstrang der überhaupt nichts zur Haupthandlung beiträgt. Neben Kenta erfährt man nämlich auch in jeder Folge, was die anderen Familienmitglieder gerade so treiben. Dabei ist vor allem der Handlungsstrang um Taichi, Kentas Vater, viel zu lang und ausführlich geraten. Dauernd wird zu ihm und seinen Problemen auf der Arbeitsstelle geschwenkt, was sehr schnell unglaublich langweilig wurde, auch weil ich ohne Untertitel und dank des Fachvokabulars nicht allem 100%-tig folgen konnte. Irgendwann habe ich diese Stellen einfach immer übersprungen! Sie tragen auch gar nichts zur Haupthandlung bei und man kann dies getrost tun, lasst euch davon also nicht das Dorama vermiesen!

Das Dorama hat 10 Folgen und basiert auf einem gleichnamigen Roman, der jedoch anscheinend sehr vom Dorama abweicht. Einschaltquoten waren um die 12%. Der Titelsong ist Aozora no Shita, Kimi no Tonari von Arashi. 


Fazit: Wer gerne Mystery-Serien schaut, der sollte Youkoso, Wagaya e wirklich eine Chance geben! Die ersten 9 Folgen sind toll und sehr spannend, und immer wenn man der Meinung ist zu wissen wer der Täter ist, kommt alles doch immer ganz anders. Es gibt viele Wendungen und mit vielem rechnet man absolut nicht. 
Mir persönlich hat das Ende, die letzten Folge und die Auflösung an sich jedoch nicht gefallen. Ich verrate natürlich nichts, muss aber anmerken das ich doch etwas enttäuscht war. Außerdem ist das wirkliche Ende an sich (unbedingt bis nach dem Abspann warten!) doch eher... unbefriedigend. Wer offene Enden nicht mag muss nicht beunruhigt sein, es war eigentlich alles aufgelöst, ich finde es aber immer sehr unschön vonseiten der Produzenten wenn ganz zum Schluss doch nochmal ein Knall um des Knalles Willen kommt und dieser nicht aufgelöst wird (ähnlich wie z.B. das Ende von Kazoku Game, bei dem man auch nicht wusste, was man nun denken soll). Abgesehen davon ist das Dorama aber wirklich toll und unterhaltsam und ich kann es jedem empfehlen, der gerne bei Serien miträt und am Ende nichts dagegen hat, wenn man eigentlich gar nicht alles selbst auflösen konnte und ein wenig offen bleibt. Vielleicht folgt ja noch ein Special, ich glaube aber eher nicht daran.


Kommentare

  1. Ich bin zu der Zeit, als das Drama noch ausgestrahlt wurde immer wieder Werbungen davon über den Weg gelaufen und eigentlich wollte ich es auch gucken... Bin aber irgendwie noch nicht dazu gekommen :D
    Mystery mag ich eigentlich ziemlich gern, von daher werde ich dann demnächst wohl mal reinschauen :)

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  2. Bis jetzt hatte ich eigentlich absolut kein Interesse an dem Dorama aber dein Review hat mir sehr gefallen. Vielleicht gebe ich dem Dorama doch eine Chance^^

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